Der
Stamm St. Benedikt besteht seit gut 25 Jahren. Gegründet wurde
der Stamm St. Benedikt 1982 von Paul Schneider aus Damme. Er
selbst war 1952 in Süddeutschland in die Pfadfinderei eingestiegen.
Seine damaligen Gruppenleiter und Feldmeister waren zum Teil noch während
des 2. Weltkrieges als Pfadfinder im Untergrund aktiv und trotzten dem
damaligen Nazi-Regime. Als er nach einigen Ortswechseln schließlich
nach Damme kam und einen Pfadfinderstamm vermißte, wurde er aktiv
und gründete die Gruppe mit Unterstützung von P. Deocar Engelhard
OSB, der erster Kurat des Stammes wurde. Wichtige "Geburtshelfer"
für unseren Stamm waren unter anderem Bernd Varnhorn aus Steinfeld
und der damalige Bezirkskurat P. Franz aus Füchtel. Die Zusammenarbeit
mit dem Bezirk in Vechta war in den ersten Jahren sehr intensiv und
wichtig für den Aufbau unseres Stammes. (Die gute Zusammenarbeit
besteht übrigens noch heute!!)
"Abenteuer
Leben..." - nicht erst seit "paßwort *b*l*a*u"
ein Stichwort für unseren Stamm. Schon in den ersten Jahren kamen
die Dammer Pfadfinder weit herum. Eine Partnerschaft führte einige
Stammesmitglieder 1988 bis nach Togo (durch den Togo-Kreis im Bezirk
Oldenburg) oder nach Kenia an das Grab von Baden Powel.
Heute
besteht der Stamm St. Benedikt aus etwa 50 Mitgliedern - vom Wölfling
bis zum Leiter. Seit etwa 10 Jahren dürfen wir eine alte Lagerhalle
der ehem. "Muna Damme" (Bj. 1936) unser "zu Hause"
nennen. Nachdem die Bundeswehr die Nutzung der "alten Muna"
als Mobilmachungs-Stützpunkt aufgegeben hatte, ging das Gelände
in den Besitz der Stadt Damme über, so wurde uns die Halle auch
von der Stadt zur Verfügung gestellt. Hier finden unsere Gruppenstunden
und viele Aktivitäten statt. Direkt neben unserer Halle ist ein
kleiner Zeltplatz - mitten im Wald. Näheres dazu in der Rubrik
Zeltplatz.
Die Gruppenstunden
sind zwar nicht "das Wichtigste" im Pfadfinderleben, aber
für den Aufbau und den Zusammenhalt der Gruppen unerläßlich.
Daher finden sie wöchtentlich in der Pfadfinderhalle statt. Für
besondere Aktionen treffen sich die Gruppen auch mal an anderen Orten,
z. B. am Aussichtsturm (siehe Bildergalerie "Höhenrettung").
Fahrten
sind natürlich DIE Ereignisse im Laufe des Jahres. Organisation
und Durchführung sind natürlich immer mit einem gewissen Aufwand
und Kosten verbunden, doch bringen die Fahrten Erlebnisse und Augenblicke,
die man einfach nur als Pfadfinder erleben kann. Natürlich pflegt
unser Stamm die "gute alte Tradition" der Übernachtung
in Schwarzzelten. Die sog. Jurten und Kohten sind übrigens typisch
für Pfadfinder aus Deutschland und werden im Ausland "German
blacktents" genannt (deutsche Schwarzzelte). Es ist schon ein ganz
anderes Gefühl, in einer Jurte einzuschlafen und aufzuwachen, als
in einem Nylon-Iglu!
Zeltlager sind einfach spannend. Schließlich weiß man vorher
nie, was einem alles passiert. Wie wird das Wetter? Schaffen wir es,
die geplanten Ziele zu erreichen? Hoffentlich schmeckt das Essen...
Wichtig ist einfach das Kennenlernen von Ländern oder Regionen,
das Miteinander und ein paar Tage OHNE Handy, mp3-Player und sonstiger
Elektronik.
Pfadihalle:
Unser "Zuhause" befindet sich am Rande des Dammer Ortsteiles
"Glückauf" in der Nähe des Schützenplatzes.
Unsere Adresse: Zum Rennplatz 38, 49401 Damme. Eine Ausschilderung gibt
es von der Holdorfer Straße aus (bei Möbel Diekhues). Bitte
keine Post an diese Adresse schicken!
Der
Heilige Benedikt ist der Patron unseres Stammes. Grund dafür
ist die enge Verbindung zum Dammer Benediktiner-Kloster. Das Kuratenamt
übernahm von Anfang an einer der Dammer Benediktiner. Das ist bis
heute so geblieben. Der Heilige Benedikt selbst war auch viel unterwegs.
In seinem Leben war er auf der Suche nach einem Ort und einer Lebensweise,
die ihm sinnvoll und angemessen erschien. Vergleicht man die Grundlagen
der Pfadfinderbewegung und das Leben und Wirken des Hl. Benedikt, so
kann man überraschend viele Ansätze finden, die zueinander
passen. Das "Wappentier" unseres Stammes ist der Rabe.
Der Legende nach sollte Benedikt durch vergiftetes Brot getötet
werden. Ein Rabe nahm das Brot aus den Händen Benedikts und brachte
es an einen Ort, an dem kein Mensch es finden konnte. Der Hl. Benedikt
wird daher oft mit einem Raben dargestellt - so auch auf unserem Stammesaufnäher.
Der Rabe ist auf dem Hintergrund dieser Legende sozusagen unser "Schutzengel-Symbol"
für Aktivitäten vor Ort und unterwegs!
